Coaching als Benefit

Blogbeitrag vom 26. Juni 2020

Coaching als Benefit

Um Führungskräfte zu binden, investieren Unternehmen hohe Beträge in Employer-Branding-Kampagnen und in betriebliche Benefits. Haben Sie aber schon mal die Attraktivität dieser Benefits für Ihre Mitarbeiter gemessen? In 84% der Unternehmen passiert das nämlich nicht und so bleiben die wirklich attraktiven betrieblichen Benefits verborgen. Wir möchten das ändern, denn mehr als 30% aller befragten Arbeitnehmer erwarten ein Coaching Angebot von ihrem Arbeitgeber. Möchten Sie also Ihre Arbeitgeberattraktivität steigern, sollte Coaching unbedingt Teil der Überlegungen sein.

Wie binden Sie Top-Führungskräfte an Ihr Unternehmen?

Für 85% aller Unternehmen im DACH-Raum ist die Gewinnung und Bindung von Fach- und Führungskräften eine der Top 3 strategischen Herausforderungen (Kienbaum Benefits Survey 2019/20). Um dieser Herausforderung zu begegnen, investieren Unternehmen hohe Beträge in Employer-Branding-Kampagnen. Auch in die Bindung der eigenen Führungskräfte wird in Zeiten eines arbeitnehmerdominierten Arbeitsmarktes großzügig investiert. Elaborierte Bonusregelungen und jährlich angepasste betriebliche Benefits sollen das Wohlwollen der eigenen Mitarbeiter sichern.

Die Nachbesetzung von Führungskräften verursacht hohe Kosten

Auf all diesen Investitionen und Aktivitäten ruht die Hoffnung, dass diese helfen, das Employer Branding in der Wahrnehmung von Bewerbern und Mitarbeitern zu stärken und so die Kosten einer Neubesetzung einzusparen. Das ist verständlich, denn eine qualifizierte Nachbesetzung ist nicht immer möglich, in jedem Falle aber zeitaufwändig und kostspielig: Je nach Quelle und Rechenmethode werden die direkten Kosten einer Neubesetzung auf 6 bis 10 Monatsgehälter geschätzt. Das führt bei Führungskräftegehältern jenseits der 100.000 € schnell zu hohen Summen.

Der Trugschluss bei betrieblichen Benefits

„Wir investieren viel in unser Benefits-Angebot und dennoch gehen uns die guten Leute von der Fahne!“ – Dieser Klage begegnen wir in vielen Beratungsprojekten, in welchen wir mit Kunden die Themen betriebliche Benefits und Employer Branding diskutieren. Bei genauerem Nachfragen offenbart sich in diesen Gesprächen häufig derselbe Trugschluss. Erfahrene Praktiker erwarten für jeden investierten Euro dasselbe Quantum zusätzlicher Zufriedenheit und Mitarbeiterbindung. Geld rein, Zufriedenheit raus – so einfach ist es aber leider nicht. Es gilt bei der Investition in Benefits gezielt Mitarbeiterbedürfnisse und Wünsche zu adressieren, um die Wirkung der eigenen Investition in der Wahrnehmung der Mitarbeiter zu maximieren.

Attraktivität von betrieblichen Benefits gezielt erfassen

Doch auf welcher Informationsbasis werden Investitionsentscheidungen in der Praxis getroffen? ­–  die Antwort verblüfft: nur 16% der 110 von Kienbaum befragten Unternehmen gaben an, die Attraktivität der von Ihnen angebotenen Benefits in der Wahrnehmung der Ihrer Mitarbeiter strukturiert zu erfassen.

Wird in Ihrem Unternehmen die Wertigkeit/ Attraktivität der betrieblichen Benefits gemessen?

Das Ergebnis verwundert, betrachtet man um welche Investitionen und um welche zu vermeidenden Kosten es bei diesen Themen geht. Und wer glaubt, dass hier durch den Mangel an strukturiertem Vorgehen viel Potential und Geld verschenkt wird, der Vermutet richtig.

Welche betrieblichen Benefits stärken das Employer Branding?

Eine empirische Grundlage bildet ein Datensatz, den Kienbaum in Kooperation mit der Plattform kununu erhoben hat. 11.000 Arbeitnehmer aus dem Dachraum haben ihre Präferenzen und Erwartungen klar geäußert.

Coaching ist ein sehr beliebtes betriebliches Benefit

Über 30 Benefits wurden abgefragt und individuelles Coaching landet in den Top 10. Mehr als 30% aller befragten Arbeitnehmer erwarten ein Coaching Angebot von ihrem Arbeitgeber. Will dieser also die Arbeitgeberattraktivität steigern, sollte Coaching unbedingt Teil der Überlegungen sein.

Coaching als Benefit steigert die Jobzufriedenheit

Doch ganz anders als Benefits wie das Firmenhandy oder die Mitarbeiter-Events, bekommt der Arbeitgeber für seine Investition in das Benefit Coaching zusätzliche Mehrwerte, die die Investition mehr als lohnend macht. Mitarbeiter, welche mit einem persönlichen Coach arbeiten, zeigen nicht nur eine deutliche Steigerung von Selbststeuerung und individueller Performance, es lässt sich in der Wirksamkeitsforschung auch ein signifikanter Einfluss auf Jobzufriedenheit und Engagement belegen – beides wichtige Faktoren der Mitarbeiterbindung.

Coaching als Benefit ist mehr als eine Feelgood-Maßnahme

Es wird klar: Coaching ist weit mehr als eine Feelgood-Maßnahme. Neben seiner hohen Attraktivität für Mitarbeiter, birgt es massive Potentiale in der individuellen Entwicklung von Leistungsträgern und erzeugt so einen doppelten organisationalen Nutzen. Um diesen Nutzen zu realisieren ist insbesondere digitales Coaching ein hoch individuelles und ortsunabhängig einsetzbares Benefit, um Führungskräfte im eigenen Unternehmen zu unterstützen, in ihren Stärken zu entwickeln und sicher zu binden.
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